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Endometriose

Endometriose

Die Endometriose ist eine sehr häufige Erkrankung von Frauen im gebärfähigen Alter, circa 10 % der Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren erkranken daran. Endometriose bedeutet die Ausbreitung von Schleimhautinseln aus der Gebärmutter (Endometrium = Gebärmutterschleimhaut) außerhalb der Gebärmutter im Bauchraum im kleinen Becken, an den Eierstöcken und / oder Eileitern, in den Muskelschichten der Gebärmutter selbst, an der Harnblase, am Darm und / oder an der Scheide. Sie ist eine chronische, hormonabhängige Erkrankung. Bei etwa 70 % der Betroffenen können nach einer Gewebeentnahme Hormonrezeptoren nachgewiesen werden.

Ursachen für Endometriose noch nicht vollständig geklärt

Die Ursachen der Entstehung der Endometriose sind bis heute noch nicht vollständig geklärt.
Charakteristisch sind heftige, krampfartige Unterbauchschmerzen während der Menstuation oder auch chronische Unterbauchschmerzen. Je nach Lage der Schleimhautinseln können auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang auftreten.
Die Endometriose ist eine sehr häufige Ursache bei unerfülltem Kinderwunsch. Häufig liegen bei einer länger bestehenden Endometriose Verwachsungen an Gebärmutter, Eierstöcken und Darm oder Zysten an den Eierstöcken vor.

Die Diagnose wird noch immer sehr spät, circa 6 bis 7 Jahre nach Beschwerdebeginn, diagnostiziert. Mit Hilfe der gynäkologischen Tastuntersuchung und mit der vaginalen Ultraschalluntersuchung kann der Verdacht auf eine Endometriose geäußert werden. Die Diagnose von Endometriose mittels Ultraschall ist effektiv, um Endometriosezysten (Schokoladenzysten) an den Eierstöcken, tief infiltrierende Herde (z.B. an Blase, Darm) und Adenomyose zu erkennen. Kleine Herde oder Verwachsungen am Bauchfell sind jedoch oft nicht sichtbar.Oftmals erfolgt die Diagnosesicherung durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit Entnahme von sichtbarem Endometriosegewebe. Es gibt jedoch auch Endometriosearten, die selbst bei einer Bauchspiegelung nicht darstellbar sind.

Behandlung der Endometriose

Während einer Bauchspiegelung kann die Endometriose auch behandelt werden durch eine möglichst vollständige Entfernung aller sichtbaren Schleimhautinseln.
Die medikamentöse Therapie mit Hormonen hat sich ebenfalls als sehr wirksam erwiesen, zum Beispiel wenn nicht alle Endometrioseherde vollständig entfernt werden konnten oder auch im Kinderwunschbereich, oft auch vor Maßnahmen der sogenannten „künstlichen Befruchtung“.
Eine symptomatische Schmerztherapie ist oft erforderlich.

Eine ausgewogene Lebensweise mit einer möglichst mediterranen Ernährung und regelmäßiger körperlicher Bewegung kann die Symptome einer Endometriose deutlich positiv verändern.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin bedeutet Endometriose die Stagnation von Blut.
Akupunktur als alternative Behandlungsmethode kann durch Lösung der Stagnation oftmals die Schmerzsymptomatik deutlich lindern.

Der oft enorme jahrelange körperliche Leidensdruck der Patientin führt langfristig häufig auch zu Veränderungen im psychischen und emotionalen Bereich.