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Verhütung

Verhütung für die Frau

Das Thema Verhütung stellt in jedem Lebensalter ein wichtiges Thema dar. Auf dem Markt werden die verschiedensten Verhütungsmethoden angeboten, so dass für jede Frau die für sie optimale Verhütungsmethode ausgewählt werden kann.

Interessantes zu Verhütungsmethoden

Nach wie vor stellt die Pille das sicherste Verhütungsmittel dar. Bei jungen Mädchen sollte auf jeden Fall auch ein Schutz vor Kondylomviren (einige Typen sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich), Chlamydien, Hepatitis B und HIV mit bedacht werden. Das heißt, dass eine Kombination von Pilleneinnahme und Kondom durchaus sinnvoll ist. Pillen gibt es inzwischen in sehr niedrigen Hormondosierungen und mit den verschiedensten Anwendungsschwerpunkten, je nach Zusammensetzung. Die Pilleneinnahme kann auch über einen längeren Zeitraum von 3 bis 6 Monaten oder länger erfolgen (Longzyklus), zum Beispiel bei Endometriose, starker Dysmenorrhoe (Schmerzen während der Menstruation) oder starker Migräne.

Beim Hormonpflaster wird durch die Hormonabgabe über die Haut der Leberstoffwechsel entlastet, ebenso beim Vaginalring, der in die Scheide eingeführt wird. Diese beiden Methoden werden als transdermale Verhütungsmethoden bezeichnet, weil der Wirkstoff (Hormone) über die Haut bzw. über die Schleimhaut vom Körper aufgenommen wird.

Die Goldspirale, die Kupferspirale und die Hormonspirale, die in die Gebärmutter eingelegt werden, werden als Langzeitverhütungsmittel bezeichnet. Die Spiralen gibt es unterschiedlichen Größen und mit 3 unterschiedlichen Hormondosierungen. Eine Spirale sollte nach 3 bis 5 Jahren wieder gewechselt werden. Nach ihrer Entfernung besteht sofort wieder die Möglichkeit schwanger zu werden.
Ein weiteres hormonfreies Langzeitverhütungsmittel in der Gebärmutter ist das Verhütungskettchen Gynefix. Es besteht aus 4 kleinen Kupferperlen mit einer Gesamtlänge von 2 Zentimetern, fixiert auf einem zarten Kunststofffaden und wird in der Muskulatur der Gebärmutter fixiert. Das Verhütungskettchen wirkt über 5 Jahre.

Dagegen ist die Tubensterilisation per Laparoskopie („Verschließen“ der Eileiter im Rahmen einer Bauchspiegelung) eine irreversible Methode, die nur bei Frauen mit abgeschlossener Familienplanung durchgeführt werden sollte, da die betroffene Frau nach dem Eingriff normalerweise nicht wieder schwanger werden kann (irreversible Methode).

Unsichere Verhütungsmethoden sind der ungeschützte, unterbrochene Geschlechtsverkehr, die alleinige Anwendung eines Kondoms und die alleinige Zeitwahlmethode mit periodischer Enthaltsamkeit.

Für einige Frauen ist auch die sog. natürliche Familienplanung, auch natürliche Empfängnisregelung genannt, eine Alternative. Bei dieser Methode wird die Zeitwahlmethode mit periodischer Enthaltsamkeit  mit der Beobachtung des eigenen Körpers (Basaltemperatur, Cervikalsekret, Selbstuntersuchung des äußeren Muttermundes) kombiniert (sog. symto-thermale Methode). Auch über diese Form der Empfängnisregelung – die auch umgekehrt zum Erzielen einer Schwangerschaft eingesetzt werden kann – auch in Kombination mit anderen Verhütungsmethoden, kann ich Sie gerne informieren.

Individuelle Verhütung – das Passende finden

Jede Frau sollte die für sie optimale Verhütungsmethode wählen. Vorteile und Nachteile der einzelnen Methoden sollten unbedingt mit dem Arzt besprochen und individuelle Risiken berücksichtigt werden (Rauchen, Alter der Patientin, BMI, Schlaganfall in der Familie, bestimmte Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Lebererkrankungen und andere mehr).
Die Auswahl der Verhütung wird jedoch nicht nur durch objektivierbare Gesichtspunkte alleine bestimmt, sondern zusehends auch durch weltanschauliche und religiöse.

Meine Aufgabe besteht darin mit Ihnen gemeinsam die für Sie optimale Methode zu wählen.
Nehmen Sie mit mir Kontakt auf – ich unterstütze Sie gerne dabei!